Beim Gaggl in Lebmach um 1924 bzw. um 1950

Oktober 13, 2021 um 18:36 | Veröffentlicht in St.Veit | 3 Kommentare
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Eine interessante Aufnahme, v.l.n.r.: Candussi Albin ? + 1962 oder Josef Kandussi 1895-1968 Betonwerk ? mit Freund Franz Valent 1867- 1951 Maurermeister in Lebmach anschließend Kommandant mit drei Gendarmen vom Posten Feistritz-Pulst/Radelsdorf, Franz Wutte mit Gattin, daneben Eheleute und Wirte Julius Gaggl mit Familie dahinter. Stehend dahinter 3mal unbekannt, rechts außen mit Hut und Gamsbart der „Gaggl Michl“.

Von wo die Candussi/Kandussi zuzogen und wann genau, war in den Pfarr-Matriken nicht zu finden. Fa. Rudolf Kandussi nennt die Stadt Remanzacco, (nordöstlich von Udine, an der Bahnstrecke nach Cividale gelegen)

Franz Valent wurde in der Pfarre Portis (heute Carnia) geboren, kam aber schon im Kindesalter nach Tiffen in Kärnten, wo er auch die Volksschule bei keinem Geringeren als dem Vater von S. Lobisser mit einem Vorzugszeugnis abgeschlossen hat.

Die Nachkommen des Josef Kandussi setzten die gewerbliche Tätigkeit fort und betätigten sich sogar in der Gemeindepolitik von St. Veit

Ansicht von Bachseite zeigt die typische Sonntagsstimmung.

Kajetan Wutte als Chauffer für unbekanntes Hochzeitspaar und mit seinem Pkw Steyr 50 – Ansicht von Straße, rechts nicht mehr im Bild befand sich die Kegelbahn, im Hintergrund ein Saalettl über dem Bach. Der Radfahrer auf der Brücke über den Lebmacher Bach strebt in Richtung Feistritz-Pulst (heute Liebenfels)

Zum neuen Hut des Gaggl Michl wäre noch zu bemerken, dass er knapp davor von seinem Chef den Monatslohn ausbezahlt bekommen hat. Er hoffte, sich damit einen neuen Anzug kaufen zu können, doch die Inflation war bereits eine „galoppierende“ und der Monatslohn reichte gerade für diesen Hut!!

Noch ein Wort zu den Freunden Candussi und Valent. Sie unterstützten sich geschäftlich gegenseitig, denn wo gemauert wurde waren auch Ziegel notwendig. Oder erfuhr der andere von einer bestimmten Bau Absicht, dann informierte dieser den Baumeister…..

Ein Wort noch zur Kegelbahn, welche ebenfalls an Sonn- und Feiertagen gut frequentiert war, nur für den armen Kegelbuben war es doppelt schwer, weil neben seinem Arbeitsplatz das Bumbs-Clo stand und immer einen erbärmlichen Geruch verbreitete. Dessen Ruf „Außakafn“ wurde selten gehört.

Nach der Familie Gaggl wurde das Gasthaus verpachtet. Nach Frau Sommeregger, einer flotten Wirtin und Pächterin, kam die Familie Buchleitner zum Besitz. Es entstand daneben ein schönes Wohnhaus, während der Gasthof geschlossen und das Gebäude gänzlich abgerissen wurde.

Das Gasthaus Jirouschek

März 24, 2019 um 18:23 | Veröffentlicht in St.Veit | Hinterlasse einen Kommentar
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Wo heute ein stattliches Geschäfts- , Büro- und Wohnhaus steht, in dem sich Anwälte, Steuerberater sowie ein Optiker u.a. um Kunden bemühen, befanden sich zuvor zwei getrennte Häuser mit einem Durchgang nach hinten hin, alles noch außerhalb der Stadtmauer, genau dort wo einst der Stadtgraben beiderseits des Friesacher Stadt-Tores verlief. Wie lange der Graben noch Wasser führte bzw. wann es teilweise zu den ersten Aufschüttungen kam, ist nicht mehr exakt zu sagen. Tatsache ist, auch das Wank-Haus gegenüber steht – gut fundamentiert und sicher – im ehemaligen Stadtgraben, ebenso das alte Sparkassengebäude Ecke Herzog Bernhard Platz – Bahnhofstraße. Weil dort gegenüber der Vorgänger-Bau des Hrust-Hauses zunächst nur unzureichende Fundamente bekam, gab es alsbald Setzungen, die zum Abbruch und Wiederaufbau zwangen.

Jetzt aber wieder zurück zur unten stehenden Abbildung. Man sieht links das Wank-Haus, in der Mitte die unbefestigte Einfahrt zur Stadt, etwas entfernt den ersten Omnibus – (es gab Ende der 20er tägliche Verbindungen nach Friesach, Brückl, Klagenfurt und Feldkirchen) – rechter Hand das Gasthaus Jirouschek mit Aufschrift, dahinter noch eine alte Straßen-Laterne des Städtischen E-Werkes. Das schlossartige Häuschen mit Erker und Türmchen – ( nach Ausbauplänen eines Friesacher Meisters) – wurde im Jahre 1924 von Adolf Jirouschek in dieser Form errichtet. Adolf kaufte sich hier schon 1908 an. Vorbesitzer war seit 1908 ein gewisser Adalbert Schwetz. Dieser heiratete Jakob Volpontis Witwe Aloisia.

Das Nebenhaus mit Gastwirtschaft kaufte Vater Thomas Jirouschek 1896 von einem gewissen Lorenz Zöhrer um es 1918 Sohn Adolf zu hinterlassen. Diesem folgte seine Tochter Herta, verehelichte Teubert. Letztere verkaufte 1976 alle an der Platz-Front gelegenen Flächen und Gebäude und machte so den Weg frei für die heutige Gestaltung.

Zur Familie Jorouschek wäre folgendes anzumerken: Als Thomas 1896 zu Hausbesitz kam, dürfte er sich schon längere Zeit hier oder im Raum von Hüttenberg aufgehalten haben. Die Kirchenbücher von Hüttenberg, in denen der Name Jirouschek nirgends vorkomm, sprechen dagegen. Wie Willy Marschnig, als Verfasser der Vereins-Chronik „Stadtkapelle St.Veit an der Glan 1865-1986“, aus der Chronik der Bergkapelle Hüttenberg schöpfend, zu berichten weiß, seien böhmische Musiker namens Schwätz und Jiruschek, (richtig Schwetz und Jirouschek), aus Frust über das ihnen unzureichend erschienene Niveau der Bergkapelle, dort ausgetreten und wären 1865 zu Gründern der Stadtkapelle St.Veit geworden. Diese zwei böhmischen Musikanten, oder noch andere ohne Namen kamen aus Husinec und Prahatice nicht weit entfernt von Budweis und der Grenze von Niederösterreich. Ja ja, als Böhmen noch bei Österreich war vor 100 Jahr. Gute Musiker und Kenner guten Bieres waren sie all zumal.

In den Pfarrbüchern von St.Veit häufen sich die Eintragungen ab 1881 sowohl für die Jirouschek als auch für die Schwetz. Thomas, Sohn des Franz J. ist 1847 in Böhmen geboren, war zweimal verheiratet und Vater vieler Kinder. Wenn er als Vater genannt wurde, dann um 1891 noch als Wirtshaus-Pächter und Mitglied der Musikkapelle, später als Hausbesitzer und Gastwirt bzw. als Musiker immer in der Friesacher Vorstadt. Seine erste Frau hieß Maria, geborene Sorgo aus Kappel und die zweite Antonia geborene Tamegger von Pisweg. Thomas wurde 69 Jahre alt, er starb im Jahre 1917. Von Sohn Adolf, dem Besitznachfolger , hieß es zu jener Zeit, er sei bei den Soldaten. Zwei Jahre später vermählte er sich mit Christine geborene Brugger, Tochter des Josef Brugger, Villacher Vorstadt 29. Er wird dabei zwar Gastwirt genannt hatte aber scheinbar nach hinten hin einen eigenen Maler- und Anstreicher Betrieb. Auch nisteten sich dort noch allerlei Kleinbetriebe ein wie z.B. der Musikinstrumenten-Erzeuger Franz Karl Pilat, eine Dienststellen-Vermittlung, Schuster Schweiger, Blumen Müller und Maler Maier. Wenn nicht alle Anzeichen trügen, war hier irgendwo auch der Start von Kriegls Sodawasser Erzeugung. Mit Ende der schlimmen Inflationszeit regte sich allenthalben gewerblicher Fleiß. Das gipfelte in den Baumaßnahmen des Adolf ab 1924. Drei Jahre später, 1927 erscheint Norbert Rainers Broschüre über die Stadt St.Veit. Man möchte damit den mit dem Bahnanschluss (Hauptbahnhof 1912) hoffnungsvoll begonnenen, durch Weltkrieg und Inflationszeit aber illusorisch gewordenen Fremdenverkehr in St. Veit ein zweites mal in Schwung bringen. Unter den zehn zwölf „Gasthäuser mit Fremdenzimmer“ findet sich auch das Gasthaus Jirouschek „mit 20 Zimmern und Sitzgarten“. Nur Sommeregger bietet 21 Zimmer an, alle anderen weniger!

Nach dem Tod von Adolf J. mit 69 Jahren übernimmt 1948 Tochter Herta, verehelichte Teubert. Diese gibt vorne zum Platz hin bald alles auf, errichtet aber 1969 mit Hugo Hinteregger an der Grabenstraße ein neues Wohnhaus. Schon in den Jahren davor gaben sich die Baufirmen den Zugangsschlüssel gegenseitig in die Hand: 1951-52 Firma Borghi, 1953 BM Hugo Hinteregger, 1957 BM Koppitsch. Im Hof ließ man jetzt Autogaragen sonder Zahl zwecks Vermietung entstehen. Dem Platze zu wurde alles neu. Ab 1976 wurden neu entstandene Geschäfte, Büros und Wohnungen auf Basis Wohnungseigentum an Private, Kaufleute, Bank und Leasing-Gesellschaft abverkauft.

 

 

 

 

 

Varia aus St. Veit des Jahres 1929

April 28, 2012 um 15:32 | Veröffentlicht in St.Veit | Hinterlasse einen Kommentar
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Eine der Großtaten unserer Stadtverwaltung in  jüngster Zeit, ist die Schaffung eines gesicherten Archivraumes. Aktenschwund und Aktenvernichtung gehören jetzt gottlob und hoffentlich der Vergangenheit an. Auch kann man elektronisch ganz gezielt die wertvollen Bestände durchsuchen und je nach dem selbst gestellten Thema darüber berichten. Heute soll ein ganzes und dennoch kein beliebiges Jahr im Mittelpunkt stehen. Anno 1929 hat sich nämlich weltweit, gesamtstaatlich und auf dem Felde des heimischen Gewerbes so manch Bemerkenswertes zugetragen.

Als am 29.10. und gleich danach am 13.11 die Kurse an der Börse in New York mit größten Folgen für die Weltwirtschaft purzelten, war in St. Veit – vom Parteien Gezänk der  Ersten Republik einmal ganz abgesehen – noch alles in Ordnung.  Man durfte sich sogar darüber freuen, dass knapp vier Jahre zuvor die zuletzt  galoppierende Inflation durch die neue Währung ein Ende gefunden hatte. Der  Schilling besaß Goldparität und damit auch internationales Ansehen. Laut Schilling Gesetz vom 20.12.1924 entsprach ein Goldschilling dem jeweiligen Tageswert von 0,21172086 Gramm Feingold. Das war gut und schlecht zugleich. Gut, weil sich Handel und Wandel von da an endlich wieder lohnten und jeder Geldverleiher eine echte Wertsicherung hatte – schlecht , weil ein Geldnehmer nie im voraus wusste, wie viel er am Fälligkeitstag schuldig sein würde und weil schließlich Finanzhaie des In- und  Auslandes alsbald ein fragwürdiges Spiel aufzogen. Sonderbare Bankinstitute schossen aus dem Boden um bald wieder zuzusperren. In St. Veit gab es über Nacht zwei solche. Eines davon mietete sich im Haus Nr. 6 am Hauptplatz ein. Es nannte sich großspurig „Kärntner Bank“ und stellte bereits am 29.11.1926 die Zahlungen ein!  An diese kurzlebige Geldanstalt erinnert nur noch der stillose Fassadenschmuck mit Eidechsen und Kärntner Wappen (siehe Foto!).

 

                                          Ehemaliges Bank-Portal

Man versprach schnelle und sichere Gewinne  und spekulierte mit internationalen Wertpapieren! Leichtgläubige Kundschaft fand sich rasch, mitunter gar Leute, die ihr Wagnis mit Kredit finanzierten. Wie sich doch gewisse Praktiken  wiederholen!

Wer nicht schon durch Inflation zu Schaden kam, wurde jetzt sein sauer verdientes oder geborgtes neues Geld dadurch los, dass er Gaunern aufsaß, die große und rasche Profite versprachen. Der eine oder andere aus St. Veit wird wohl darunter gelitten haben, während sich die kleinen Gewerbetreibenden  größtenteils rechtschaffen und unbeirrt abmühten, auf reelle Weise ihr  Auslangen zu finden:

Am Kirchplatz 3 werkte Schlossermeister Franz Uiberlacher, ein Wiener des Jahrganges 1887. Georg Zavagyl, geboren 1891 nahe Szeged in Ungarn, Auto- und Fahrradhändler hier, erhielt am 12.2.1929 Heimatrecht.  Robert Gaube, Elektro-Obermonteur, Jg. 1879 kam gleichfalls aus Ungarn und zwar schon 1918! Wohnung und Werkstätte lagen vermutlich an gleicher Adresse, Botengasse 57. Schon aus den letzten zwei genannten Betriebszweigen erhellt, dass St. Veit mit Auto und Elektrizität in eine neue Zeit eintritt. So geht es auch sinnvollerweise weiter mit verordneten Taxi-Standplätzen, am 6.5. aber auch mit einer Autobus-Demonstration gegen Bahnlinien! Gemeint ist hier nicht eine Eisenbahnlinie, sondern die geplante Schaffung von Bahnbuslinien. Die Gemeindevertreter bleiben hart und die Demonstranten werden enttäuscht.  Immerhin hat Josef Trampitsch schon eine Konzession für Personentransporte mit   e i n e m Kraftwagen auf der Strecke Klagenfurt-St.Veit-Friesach-Bad Einöd. Sein Standort war allerdings Friesach, Hauptplatz 54. Josef Albl wird die Taxi-Konzession  mit Standort Hauptbahnhof erteilt. Auf Ferdinand Spörk folgt in diesem Jahr Maria Spörk als Konzessionsinhaberin eines „Personenwagens zu jedermanns Gebrauch“ (Taxi) und dem Recht, am Hauptplatz vor dem Gasthof Post und am Personenbahnhof Kunden aufzunehmen und Viktor Brugger  wird der Lokalbedarf für die Linie St.Veit-Brückl-Eberstein-Mösel-Hüttenberg bestätigt. Im Grund war dies ein Kampf Privat gegen Staat. Wo es Kraftfahrzeuge gibt, sollte es auch Tankstellen geben, klar.  So beantragte zeitig im Jahr die Creditul Minier, Österreichisch-Rumänische Erdöl Vertriebsgesellschaft, Klagenfurt vor dem Gasthof Sommeregger am Unteren Platz eine Zapfsäule aufstellen zu dürfen. Dazu gibt es zuerst ein Nein, dann doch noch ein JA der Gemeinde. Schließlich wollen noch andre Benzin verkaufen.  Albert Kanatschnig bekommt auf Namen der Firma Rumwolf eine provisorische Genehmigung, für die Benzinzapfstelle (maximal 1.000 kg) vor seinem Haus in der Friesacher Vorstadt. Ä´

Groß ist die Zahl der Neuanfänger. Der Oma Nährstoffgesellschaft mit den Teilhabern Pippan, Knaus und Verdino OHG wurde der Gewerbeschein für das freie Gewerbe der Erzeugung von kosmetischen Artikeln, Nährmitteln und diätetischen Getränken mit dem Standort in der Friesacher Straße ausgestellt. Ebenso dem Albin Torker für sein Schuhmachergewerbe in Kirchgasse Nr. 81. Den Fleischhauern geht es sichtlich besser. Sie können investieren. Etwa wird Konrad Pfandl am Unteren Platz 3 ein Fleischausschrottungslokal genehmigt und dem Alfred Pfandl Villacher Vorstadt 2 die Errichtung einer Kühlanlage. Da kann Fleischhauermeister Max Rainer nicht nachstehen. Auch er bekommt seine Kühlanlage. Der Müller Johann Karnassnig, Völkermarkter-Straße 41 darf ab sofort Schwarzbrot backen während die Gösser Brauerei  einen elektrischen Aufzug zur Beförderung der Bierfässer in den Keller hinab und herauf bewilligt bekommt. Viel haben die Gemeindemandatare zu prüfen, zu beschließen und zu genehmigen. Sägewerkbesitzer Eduard Eberhard möchte eine Spreiselsäge aufstellen. Stefan Hauner möchte ein Gastgewerbe in der Kaserngasse, welches bislang Frau Franziska Gratzer pachtweise inne hatte, auf seinen Namen geschrieben haben.  Nicht weniger als sage und schreibe sechzehn St. Veiter Gastwirte beantragten 1929 Wiesenmarkt-Lizenzen! Im Juni hingegen waren es nur zwei, die anlässlich des Viehmarktes ihr Schankgewerbe verlegen wollten. Für den 23. Juni war nämlich auch ein Trabrennen angesetzt und ein Monat davor ein Motorrad-Rennen auf der Trabrennbahn, wofür sich Gastwirt Viktor Leitgeb ein exklusives Schankrecht zu sichern verstand. Schon sofort zu Jahresbeginn vergewisserte sich Anton Scharf, im Laufe des Jahres am Kinderspielplatz in der Marktstraße das freie Gewerbe des Einstellens von Fahrrädern, Motorrädern und Kraftwagen ausüben zu können. Womit wir das Zeitalter der Vollmotorisierung zumindest einmal eingeläutet bekommen hätten. Auch Anna Schorn war zeitlich dran mit der Eröffnung eines Handelsgewerbes für Galanteriewaren aller Art, Rauch- und Schreibrequisiten, Papierwaren, Ansichtskarten, alles am Oberen Platz 96. Engelbert Seiser  erhielt die Berechtigung, am Standort Friesacher Vorstadt Nr. 42, Parzelle 959 das Putzen von Schuhen öffentlich auszuüben. Der Arme hatte dafür zehn Schilling Verwaltungsabgabe und zwanzig Schilling Stempelmarke auf die Konzessionsurkunde zu berappen.  Am 1. August ersuchte Johann Kogelnig um Erweiterung der ihm schon 1927 genehmigten Badeanstalt indem der bestehende Teich, welcher angeblich schon seit 1924 als Badeteich genehmigt war, nach Norden hin vergrößert werden sollte. Ende 1929 bekam  Hans Rauter den Gewerbeschein für den Handel mit Radioapparaten und einschlägigen Artikel n. Viktor Rom, Friseur- und „Raseurgewerbe“  Klagenfurterstraße 106 und Nachbar Thomas Schwarz, ein Ferlacher Jg. 1896, Gewerbe für Feuerwerksmaterial und Feuerwerkskörper – vermutlich ergänzend zum schon bestehenden Waffenhandel gehören eigentlich schon in das Jahr 1930.

Viel gäbe es noch zu berichten, etwa über Geschäftsinhaber, deren Zeit 1929 aus Alters- oder anderen Gründen abgelaufen war,  aber auch über bemerkenswerte Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand. Eine allgemeine Aufbruchsstimmung war zu Jahresbeginn durchaus vorhanden, nur wurde diese leider durch das weitere Weltgeschehen bald völlig zunichte gemacht. Walter Wohlfahrt  Aus Fritz Knapp´s Stadt Blatt´l                                                                                                                                                                                

 

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