Freimanns Tarif

März 27, 2021 um 16:10 | Veröffentlicht in St.Veit | Hinterlasse einen Kommentar
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1653  Mappe Freimann St.Veit (Tarif)

Von St.Veit aus bis an den Ort, allda er zu peinlicher Frag, Verurteilung oder zu Vollziehung des Malefizrechtes gebraucht wird, von der Meile Weg, man richte viel oder wenig 22 s 2 d

Doch das der Weg zurück gleichfalls darin gerechnet werde.

An dem Tag aber, so er dasjenig, was ihm anbefohlen wird, verrichtet, es werde früh oder spät frettig, soll ihm gegeben werden

                                                                                                          45 s

für jede Mahlzeit in loco                                                          1 fl    45 s

von peinlicher Frag und Aufziehen zum 1.mal                                 45 s

da aber der arme Mensch zum andermal oder mehrmal

      befragt und aufgezogen wirdet durch den F. soll ihm geben werd    30 s

Vom Vierteilen soll geben werden                                          3 fl    45 s

Item vom Rädern zum Lohn                                                    3 fl

Vom Spießen                                                                           3 fl

Da aber einer mit glientigen Zangen gezwickt oder zu Tod

geschleift werde, soll man dem F. geben                                 4 fl      3 s

Wenn aber einer sich den Tod selbst antut, soll ihm (dem F.) von desselben eigen Gut, wie auch das Holz dazu, wo aber solches aus Unvermögenheit nicht könnte, durch das Gericht zur Tilgung dem F. gegeben werden.

Wenn aber eine Malefizperson zum Prandt condemnirt wird

soll dem F. geben werden                                                       10 fl 30 s

fürs Köpfen und Vergraben                                                      3 fl

für den Henker                                                                          3 fl

für Handschuh und Strick                                                               58 s    2 d

fürs Aufheben der Leiche                                                               30 s

fürs (Er)Trenken                                                                        3 fl

fürs Ausstreichen                                                                      1 fl    7 s

für die Zehrung unterwegs, für das hin und her reisen in allem               36 s

                                               Der Landeshauptmann in Kärnten

Was der Henker von St. Veit so verdiente zeigt uns das Landesarchiv in der „1653  Mappe Freimann St.Veit“ (Tarif) in Gulden (fl) Schilling (s) Pfennige (d)

Von St.Veit aus bis an den Ort, allda er zu peinlicher Frag, Verurteilung oder zu Vollziehung des Malefizrechtes gebraucht wird, von der Meile Weg, man richte viel oder wenig 22 s 2 d

Doch das der Weg zurück gleichfalls darin gerechnet werde.

An dem Tag aber, so er dasjenig, was ihm anbefohlen wird, verrichtet, es werde früh oder spät frettig, sol 45 s

für jede Mahlzeit in loco                                                          1 fl    45 s

von peinlicher Frag und Aufziehen zum 1.mal                                 45 s

da aber der arme Mensch zum andermal oder mehrmal

befragt und aufgezogen würdet durch den F. soll ihm geben werd    30 s

Vom Vierteilen soll geben werden                                          3 fl    45 s

Item vom Rädern zum Lohn                                                    3 fl

Vom Spießen                                                                           3 fl

Da aber einer mit glientigen Zangen gezwickt oder zu Tod

geschleift werde, soll man dem F. geben                                 4 fl      3 s

Wenn aber einer sich den Tod selbst antut, soll ihm (dem F.) von desselben eigen Gut, wie auch das Holz dazu, wo aber solches aus Unvermögenheit nicht könnte, durch das Gericht zur Tilgung dem F. gegeben werden.

Wenn aber eine Malefizperson zum Prandt condemnirt wird

soll dem F. geben werden                                                       10 fl 30 s

fürs Köpfen und Vergraben                                                      3 fl

für den Henker                                                                          3 fl

für Handschuh und Strick                                                           58 s    2 d

fürs Aufheben der Leiche                                                               30 s

fürs (Er)Trenken                                                                        3 fl

fürs Ausstreichen                                                                      1 fl    7 s

für die Zehrung unterwegs, für das hin und her reisen in allem       36 s

                                               Der Landeshauptmann in Kärnten

Hofspital in St.Veit

März 27, 2021 um 14:29 | Veröffentlicht in St.Veit | Hinterlasse einen Kommentar

Der Plan zeigt die Situation des Bürgerspitals und des ehem. Klarissenklosters mit Klosterkirche.

Das folgende habe ich im Kärntner Landesarchiv gefunden:

Bericht 16.11.1582 an Herrn Hansen von Baseyo zu Praunsberg

  von Hans Vischer, Spitalmeister des fürstlichen Hofspital zu S. Veit Pfründ Personen und ander Gelegenheiten halber, aller Sach Beschaffenheit folgenden Bericht

Wohlgedachtes Hofspitals Instruction vermag fünfzehn arme Personen gebührlich zu unterhalten, welche Zahl wir aus beiliegend Verzeichniszettl zu vernehmen albereit erfüllt.

Hofspitals jährliches Einkommen tuat sumariter in Geld einhundertsechzig Gulden, in Getraid

Weizen 47 Vierling, Roggenkorn 110 Vierling, Gersten 14 Vierling, Haber 266 Vierling.

Das Getreid, sonderlich was Zehent ist wird zum Teil nach altem Herkommen mit Geld bezahlt

Hofspitals Mayerschaft hat ungefähr Baufeld in 15 Stucken soviel man mit einem Zug bauen mag zwanzig Tag, jährlich auf den Wiesen fünfzig Fuder Heu zu führen, die Gemeinhalt ist gar schlecht, das Holz ist dermaßen weit gelegen, daß man einen Tag nicht mehr als eine Fuhre tun kann, Winters zeit sollen 6 Stätten Feuer gehalten werden.

Zu solcher Meyerschaft muß man zum wenigsten haben einen Roß-Zug und 2 Ochsen-Zug, 10 Kühe und allerlei Vieh die Notdurft Mayervolk (außer der Roboter und Tagwerker, deren auch viel sein müssen) vier Knecht, vier Hälterlan, vier Dirnen und sonst für die Pfründ und das gemeine Haushalten fünf Dienstboten, also daß allenthalben über 20 ordinary Dienstboten sein sollen      ———–  im übrigen, schon vom Vorgänger her stark verschuldet!!!!!

1584 kommt es zu einer kommissarischen Prüfung der Spitalsverwaltung…Ergebnis????

Das weitere Geschehen kurz berichtet: Die Idee ein Hofspital zu gründen wurde bald verworfen. Statt dessen wünschte man von Seiten der Stadt ein eigenes Priesterseminar. Dazu wären die Jesuiten bereit und in der Lage gewesen. Sie entschieden sich jedoch für eine höhere Schule in Klagenfurt, wozu es auch gekommen ist.

Doch auch die Jesuiten konnten nicht weiter machen, weil man sie in Österreich nicht mehr haben wollte. An ihre Stelle traten die Mönche von St. Paul/Lavanttal. Diese wurden folgerichtig auch bald mit der Herrschaft Pörtschach (Wörthersee) ausgestattet, wo die Gründe des ehemaligen Klosters landeten.

Firma Funder kauft Holz im Görtschitztal

Februar 20, 2021 um 13:30 | Veröffentlicht in St.Veit | Hinterlasse einen Kommentar
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Wer weiß mehr? In der Zwischenkriegszeit hat die Firma Funder eine große Menge Blochholz nahe Kirchberg gekauft und mit Seilbahn nach der Station Möselhof abtransportiert. Dafür käme eine Zeit v o r 1930 (ab 1925) oder ab 1934 in Frage, weil erstens mit der Währungsanierung nach der Inflation auch wieder normaler Handel möglich war bzw. zweitens Mussolini die Holzeinfuhr aus Österreich erlaubte, die über Betreiben von Adolf Hitler – um Österreich in die Knie zu zwingen – eine Zeit von Italien unterbunden war.

Neben dem Prinzipal Karl Funder dürfte auch Herr Telsnig, deine rechte Hand gleich links und ein gewisser Peter Zlepnig aus Waggendorf vlg Kobold als Sägeleiter von Mösel (?) links außen im Bild vorkommen. Zlepnig hat eine Neubauer Tochter von Pulst zur Frau genommen und ist mit ihr zusammen nach Amerika ausgewandert. Von dort hat er noch seinen Bruder, Besitzer auf der Kobald Hube gewarnt, zu sehr dem Adolf Hitler und seinen Leuten nachzulaufen (!) Man hat dort scheinbar die Situation schon richtig eingeschätzt.

Dass es ab 1920 einen Boom im Bau von Sägewerken im Bez. St. Veit gegeben hat, verwundert wenn man bedenkt, dass die Kronenwährung ständig an Wert verlor. War die Lira stabiler? Wer weiß Bescheid. Oder haben die Lieferanten von Rundholz und Schnittware in fremder Währung fakturiert? In welcher?

David Krammer (1903-1990)

November 26, 2020 um 15:04 | Veröffentlicht in St.Veit | Hinterlasse einen Kommentar
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war ein sehr guter Schüler und anschließend ein tüchtiger Lehrling mit besten Zeugnissen. Er schaffte es sogar in den Landesdienst und war Chauffeur des Bezirkshauptmannes von St. Veit namens Ernst von Franz. Ab 1938 war der Herr Bezirkshauptmann gern gesehener Gast bei allen Partei Apellen, ob in Eberstein, im Gurk- oder im Metnitz-Tal. Krammer hatte schon seine eigene Kamera zur Hand und so entstanden neben Fotos von Parteiveranstaltungen auch zeitgenössische Orts-Ansichten von da und dort.

Durch die unruhigen zwanziger und dreißiger Jahre ließ sich Krammer von keinen extremen Richtungen einfangen, weder von Linkssozialisten, Austrofaschisten oder Nationalsozialisten. Unter Schwiegervater David Haas fand Krammer Verwendung beim Straßenbau in und um St.Veit

Verheiratet war Krammer mit der Tochter des Straßenmeisters David Haas, Brigitta (1914-2009) von der mir viele Unterlagen und Fotos anvertraut wurden. Demnach war ihr Mann bei keiner Partei und konnte nach 1945 als einer der wenigen im Landesdienst verbleiben. Viel tragischer verlief das Schicksal seines Dienstherren. Herr Ernst von Franz war zwar PG aber gewiss kein hochgradiger, denn er drängte seinen Fahrer keineswegs zum Parteieintritt. Trotzdem wurde Ernst von Franz 1945 ganz tragisch zum Opfer. Im Augenblick als dessen Sohn glücklicherweise vom Militärdienst heil zu Hause eintraf, waren gerade Tito Partisanen in Klagenfurt, dem Wohnort von BH von Franz unterwegs um willkürliche Verhaftungen vorzunehmen. Vater und Sohn wurden mitgenommen und nie mehr gesehen.

Als talentierter Kraftfahrer wurde Krammer natürlich in den NSKK (d.h. Nationalsozialistische Kraftfahrkorps) eingegliedert, wo es ganz große Raupenfahrzeuge zu meistern galt. Es wurde trainiert und auch bald erfolgten Einsätze zur Schneeräumung an der Großglockner Hochalpenstraße, aber auch im sogenannten Protektorat (heute Tschechien)

Übung mit neuen Geräten – wo ? Ist der fesche Zivilist vielleicht mit dem Bezirkshauptmann Ernst von Franz identisch ?

St. Veiter NSKK Männer zwecks Abholung der Fahrzeuge vor der Bergestelle in Wien ?

Das Testament von 1892

Oktober 21, 2020 um 15:18 | Veröffentlicht in St.Veit | Hinterlasse einen Kommentar
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verrät uns einiges über die Verfasserin und noch mehr über die Person wenn man auch das Totenbuch der Pfarre St. Peter ob Taggenbrunn zu Rate zieht: Es handelt sich um Theresia Tautschnig, Besitzerin auf Gut Keuschachhof bei Taggenbrunn.

Sie war gewiss eine sehr gläubige Frau, denn die ersten die sie beschenken wird sind die Kirche St. Peter und alle zu ihrem Begräbnis kommenden Armen. Sie sollen je 100 Gulden bekommen. Ihre Beerdigung darf 150 Gulden kosten. Warum sie drei Reyer Töchter, darunter eine verehelichte Luise von Schreibern und Anna verheiratete Schorn mit je 1.000 Gulden zwei männliche Reyer mit je 100 Gulden bedenkt, ist nicht klar. Sind es verwandtschaftliche oder freundschaftliche Beziehungen? Denn die Reyer waren gewiss auch einmal Besitzer auf Keutschachhof. Darüber hinaus war es durchaus üblich, auch ehemals Bediensteter und Bekannter zu erinnern, darunter Margarethe Lemisch vom Wirtin Goggerwenig, einer Maria Premig, ebenda und Frau Albina von Schreibern zu gedenken.

Auch erfährt man noch, dass das aufgeteilte Gesamtkapital von 4.000 Gulden aus einem Übergabsvertrag stammt de dato 1871 geschlossen zwischen ihr, einer „geborenen Pirker“ und Albina Maria Tautschnigg (Landschaftliche Urkundensammlung Fasc. 111 Nr 171 präs. 2. Mai 1871 Nr. 2470). Was der Gegenstand der Übergabe war, vlg Pirker (heute Riedl) oder Keutschachhof ist nicht klar. Darüber hinaus ist es noch fraglich, was zeitlich unter „Keutschachhof“ eigentlich zu verstehen war, weil die Bezeichnung mehrmals gewandert ist, von der alten Verweser-Behausung (heute Verkauf-Laden) vor dem Zehent-Kasten unter der Ruine, dann zum schlossartigen Gebäude mit Wirtschaftsgebäude unter der Straße nach Goggerwenig (heute Neuper) und schließlich zur ehemaligen Ziegelei an der Straße St. Veit – Launsdorf.

So ist z.B. auch die Tätigkeit eines Franz Reyer als Ziegelbrenner in unserer Gegend noch kaum erforscht. Die Gemeindechronik von St. Georgen, obwohl ansonsten sehr gründlich in jeder Hinsicht, schweigt sich darüber vollkommen aus! Hat Reyer in der späteren Ziegelei Voraberger oder im nahe Pulla Wald abgebaut und Ziegel gebrannt? Diesbezügliche Forschungen im Zusammenhang mit der Rollbahn über die Glan (Käferlbrücke) zum Bahnhof Glandorf stehen noch aus. Die Reyer, ob Ritter oder Freiherren waren durchwegs tüchtige Männer und haben sogar das Kärntner Landesarchiv reich bedacht, wo man auch ansetzen müsste.

Anna Reyer geborene Heberl (?) hat ihrem Gatten Johann Reyer in St. Peter ob Taggenbrunn einen Stein gesetzt, dessen Inschrift wie folgt lautet:

Hier ruht Johann Reyer geboren zu Taggenbrunn (21. Juni 1959) gestorben am (15. Aug. 1818) – in Klammern gesetzt wegen schwerer Lesbarkeit. Es folgt der Text

Sieh glühend heiße Tränen fallen Auf diesen kalten Leichenstein

Von der geweint, die stets vor allem Nur dich geliebt und schaut allein

Sie gläubig auf zur Sternenbahn Woher die Tröstungsworte wehn

Dorthin ging ich Dir nur voran Dort ist der Gatten Wiedersehn

Anna Reyer geb, Heber?

Dieser Inschrift-Stein war mit angeblich weiteren Reyer Grabmalen an der Ostseite der Kirche St. Peter angebracht und glücklicherweise von Heinz Kleinszig fotografisch gerettet, sonst wäre er wie alle übrigen Reyer Tafeln im Zuge der Neuweiselung der Außenfassade abgenommen und vernichtet worden!

Über Richter und Gerichte

September 17, 2020 um 17:40 | Veröffentlicht in St.Veit | Hinterlasse einen Kommentar
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Der Umgang mit Richtern und Gerichten kann im Privaten manchmal unangenehm und stressig sein. In meinem Fall, als Sparkassenleiter waren es eher dienstliche, angenehme- Kontakte, aber nicht nur!

Wenn sich nun ein verdienstvoller Beamter, noch dazu ein Gerichtsvorsteher in die Pension verabschiedet, sind dazu vielleicht ein paar persönliche Betrachtungen erlaubt. Hofrat Herbert Müller, St. Veit an der Glan hat laut Bericht von „meine Woche“ vom 2.Sept.2020 Seite 4 diesen Schritt vollzogen. Auch von meiner Seite gilt es zu solchem Anlass Dank abzustatten und gute Wünsche zu entbieten, denn Herr Müller hat mir mittels förmlichen Gerichtsbeschluss gestattet, mich in den historischen Archivalien des Bezirksgerichtes wieder umzusehen und das kam so:

Von Berufswegen waren mir natürlich gewisse Einrichtungen bei Gericht durchaus geläufig. Es erschlossen sich mir automatisch Grundbücher wie dazu gehörige Urkundensammlungen und waren solche älteren Datums, dann war dazu auch in Kellern Nachschau zu halten. Mit den jeweiligen Beamten stets auf gutem Fuße, gab es dabei nie Probleme. Man war oft froh, mir den entsprechenden Schlüssel in die Hand drücken zu können um sich nicht von eigener Arbeit abhalten zu lassen. Dieses besondere Vertrauensverhältnis hielt auch über die Dienstzeit hinweg an, obwohl ich jetzt noch andere, in Kellern liegende Bestände entdeckte und schätzen lernte. Urkunden-Bände sowieso, aber auch Testamente, Mündelakte usw, alles wahre Perlen der Stadtgeschichte. Es wurde mein Hobby, darüber zu schreiben und das ging so lange gut, bis ein damaliger Rechtspfleger mich im wonnigsten Aktenstudium, vollkommen zu recht natürlich, darauf aufmerksam machte, dass ich nicht mehr dienstlich sondern als Privatperson unterwegs bin, was er nicht länger dulden könne. Das traf mich hart, war ich doch gewohnt, regelmäßig gut recherchierte Artikel Herrn Pressesprecher Orasch für die Gemeinde-Zeitung, später Herrn Friedrich Knapp für sein Monatsblatt – gratis natürlich – zu liefern. Sollte ich jetzt damit Schluss machen, wo doch das Echo aus der Leserschaft erfreulich zunahm? Gibt es noch einen Weg?

Natürlich erinnerte ich mich daran, dass der Sohn des amtierenden Gerichtspräsidenten ein Mitschüler von mir war. Das reichte nicht! Also ergab sich ein Gespräch mit dem Herrn Direktor Dr. Wilhelm Wadl vom Landesarchiv in Klagenfurt mit hochlöblicher Erwähnung meiner Person gegenüber Herrn Präsidenten Bernd Lutschounig, was dann direkt zum eingangs erwähnten Gerichtsbeschluss führte. Wenn sich also meine Leserschaft über die geschichtlichen Ergüsse zur Stadtgeschichte St .Veit/Glan in der einschlägigen Presse, danach auch in meinem wordpress-blog altstveit erfreuen durfte, weiß sie es – die Leserschaft – wem sie das alles zu versanken hat.

Eine weitere „Großtat“ war die Digitalisierung der alten Häuser-Datei eines +Dir. Rudolf Niederl auf Basis genauer Vermessungs- und Grundbuchsdaten. Letzteres als Mitarbeiter von Prof. Heinz Ellersdorfer im alten Stadtarchiv und alles eigentlich widerrechtlich, da schon in Zeiten meines Ruhestandes! Dieser heutige Bericht möge zeigen, mein Ruhestand hält noch immer an. Deo gratias.

Nun gehe ich zeitlich noch ein gutes Stück zurück und betrachte das Thema während der großen Ära Kreisky-Androsch mit ihren Reformen des Gerichtswesens. In sechs Markt- und einer Stadtgemeinde gab es bis dahin innerhalb unseres politischen Bezirkes noch eigene Gerichtsbezirke, mit Richtern, Schreibern, Grundbuchsführern, Exekutionsbesamten und dergleichen. Unbeschadet des Verlustes vieler Arbeitsplätze in verarmten Talschaften wurde zentralisiert. Anstatt Eberstein, Althofen, Friesach und Gurk gab es nun nur noch St. Veit als Gerichtsort. Die alten Herren Bezirksrichter waren noch Despoten mit recht schrulligen Umgangsformen, hier wie dort. Draußen am Land war sich ein Herr Rat seiner Macht durchaus bewusst, er gehörte schließlich neben Bürgermeister, Pfarrer und Schuldirektor zu den Honoratioren. Von ihnen wurde manchmal niedergebrüllt und eingeschüchtert, sofern es sich bei Klienten um Arbeiter und Kleinbauern handelte. So kam es darüber hinaus nicht selten zu gefährlichen Drohungen! Vermögende waren hier natürlich ausgenommen. Diese wussten auch genau, wo und in welchem Extrazimmer der Herr Rat verkehrte, waren dort als gute Gäste auch gerne zugelassen. Ohne Verletzung von Dienstgeheimnissen konnte sich vielleicht eine verschwiegene Vorberatung ergeben. Keine Angst, es können hier keine alten Namen genannt werden. Bezeichnend ist es aber, dass sich ein Richter aus St. Veit bei den Schlaraffen den Mitglieds-Namen „Vatersucher“ zulegte. Er dürfte unter den vielen unehelichen Geburten von damals gelitten haben. Ein anderer Bezirksrichter, auch sein Name bleibt ungenannt, musste versetzt werden, weil er statt Schuld- nur noch Freisprüche kannte…..

Jetzt gehe ich noch einmal und noch weiter zurück, um die Not von Müttern ab etwa 1920 zu beschreiben. Um Leib- , Tisch- oder Bettwäsche zu kaufen, reichte das Geld nicht. Dann kam der Krieg, da wurden solche Artikel sehr knapp erzeugt. Die Geschäftsleute reagierten auf die Lieferschwierigkeiten, indem sie zu horten begannen. Bei Mangelwirtschaft ist der Tauschhandel Trumpf. Hast Du das, tausch ich mit Dir was Du suchst. Erst ab 1950 sprang die Wirtschaft auch auf diesem Sektor wieder an. Die Firma Hämmerle in Vorarlberg sandte auch in St. Veit tüchtige Privatpersonen als Verkäuferinnen von Haus zu Haus. Erstmals konnte man in Katalogen auswählen und bestellen. Eine Frau K. war sehr tüchtig und bis in das Glantal um Bestellungen bemüht. Auch in meiner Familie fand Frau K. dankbare Abnehmer. Weil Banken und Postämter weit entfernt waren, wurde auch gerne kassiert. Eines schönen Tages flatterte eine sogenannte Mahnklage der Firma Hämmerle ins Haus! Man war sich keiner Schuld bewusst, hat doch Frau K. kassiert. Als Absolvent der Handelsakademie, wusste ich, was in solchem Falle zu tun ist um Rechtskraft eines Exekutions-Titels zu vermeiden: Einspruch machen! Die darauf folgende Tagsatzung beim Herrn Rat in St. Veit verlief recht kurz und endete mit einer Drohung. Die Beklagte wurde zum Richtertisch gerufen, ihr ein Bestellschein vorgehalten und gefragt „ist das ihre Unterschrift?“ nach dem Ja hieß es knapp „sie sind verurteilt…..“ und als der Ratgeber für den Einspruch eine Befragung der Frau K. vermisste hieß es „und Sie sind still, sonst kriegen Sie noch eine Klage wegen WINKELSCHREIBEREI“. Damals fühlte ich mich nicht gut behandelt, doch später, beide in Pension und obendrein Nachbarn, wurden wir gute Stammtisch-Freunde. Ein geflügeltes Wort von ihm „Walter, erzähl uns einen Schwank“. Seine Sterbeparte vom August 2012 nannte keinen Beruf und verschwieg sogar den OLGR.

Auf den Spuren der Felfernigg

August 25, 2020 um 17:33 | Veröffentlicht in St.Veit | 1 Kommentar

Der Stammvater der St.Veiter Felfernigge ist Josef, geboren 1767. Dieser erwarb 1827 das Haus Bräuhaus Gasse 5 .  Seit 1813 wird er im Bürgerbuch der Stadt  St. Veit als Drechsler, von Klagenfurt stammend, 46 Jahre alt und Inhaber eines Weinhandels geführt. Vorbesitzerin war Aloisia Fischer, geborene Pacher, Witwe nach dem bürgerlichen Tischlermeister Fischer. Ein Konnex zwischen letzterem und dem berühmten Altar-Schnitzer und Bildhauer Johann Pacher, einem Südtiroler ist nicht von der Hand zu weisen. Insofern war die Entscheidung des Josef, dem Drechsler, nach St. Veit zu ziehen, nachvollziehbar – eine Tiroler Weinstube mit entsprechendem Ausschank war vielleicht schon  vorhanden und zu übernehmen? Nach Ableben des Josef folgt 1841 im Besitz des Hauses Sohn Karl, Bürgerrecht seit 1844, und auf diesen 1862 der noch minderjährige Ferdinand Felfernigg,  geboren 19.2.1849 mit Bürgerrecht ab 1872. Ein zweiter Sohn des Karl war Franz , geboren 7.8.1953. Beide Geburten erfolgten dem Pfarrbuch nach im Hause Stadt 18 .

Im Haus Stadt 111 kam am 9.8.1899 Karl Friedrich F. zur Welt. Dessen Eltern werden mit Karl F. Kaufmann, geb. 11.7.1848 Sohn des Friedrich F. und Maria Remschnig, verw. Ettl. Deren Ehe wurde am 11.7. 1898 in Pfarre Hörzendorf geschlossen. Weitere Kinder der beiden sind Friederike F geb.am 27.3.1899 in Stadt 3. Karl bei dieser Geburt wird der Vater wie folgt genannt Carl F. Privater Sohn des Gastwirtes Friedrich F .

Zurück zum obigen Ferdinand F. In dessen Haus zog Maria Lattmanig als sogenannte Wirtschafterin ein. Weil aber der Herr Stadtpfarrer gegen jede Art von Konkubinat auftrat, wurde am 28.11.1892 geheiratet und zwar in Stadf 3/72. Der Bräutigam wird dabei als Caffetier, ehel. Sohn des schon verstorbenen Karl F. Weinhändler und der Theresia Pflegerl genannt. Von Maria Lattmanig hört man, dass sie am 11.3.1862 in Grassendorf vlg. Anderle Pfarre Sörg unehelich geboren ist. Ihre Mutter war die noch lebende Private Maria Lattmanig. Interessant in diesem Zusammenhang sind die zwei Trauzeugen: Anton Korpitsch, Kaufmann für den Mann und Josef Nagele, Gastwirt für die Braut. Sogenannte „Private“ waren ledig gebliebene Frauen, mit unbekannter Einkommensquelle, manchmal wohl auch für Liebesdienste. Ob im Falle Nagele Mutter oder Tochter tätig waren, bleibt offen und überhaupt hat oft der Wirt den Beistand gern gemacht, wenn man auch die Hochzeitstafel dort ausrichten ließ. Maria Lattmanig verw. Felfernig ging eine zweite Ehe ein und zwar mit dem Witwer Mathias Kowatsch, Eisenbahner, geboren 11.5.1863. Dabei wurde die Mutter der Braut als Besitzerin am Goggerwenig, schon verstorben, die eheliche Wohnung hingegen Klagenfurt Vorstadt 83 genannt. Als Trauzeugen fungierten diesmal Karl Apolin, Fleischhauer und Mathias Brugger, Hausbesitzer. Das Ehepaar verzog nach Klagenfurt, wo Maria Lattmanig, verw. Felfernig, wiedervereheliche Kowatsch eines von vielen Opfern des Euthanasie Verbrechens wurde.

Zur Zeit entsteht ein Film, der diese Ungeheuerlichkeit und auch das traurige Los von Maria Lattmanig Felfernigg Kowatsch zum Thema hat. Der ORF Abteilung Religion und Ethik nimmt sich dieser Sache an.

Stanglwirt

August 21, 2020 um 12:16 | Veröffentlicht in St.Veit | Hinterlasse einen Kommentar

Bitte um Auskunft wo dieses Gasthaus war – Danke.

Dank an Freund Rudi! Diese Hochzeit wurde in St. Martin am Krappfeld gefeiert und getafelt wurde im Gasthaus A. Stangl in St. Martin am Krappfeld . Braut Katharina Rattenberger (Kollmann Tochter) geb. 1890 – Bräutigam Karl Weissenbacher (Zmute Sohn in St. Martin) geb. 1886.

http://St.Martin TB 1913

Aus dem Trauungsbuch der Pfarre St.Martin am Krappfeld

Für alle, die sich mit alter Schrift schwer tun: Der Bräutigam hieß Karl Weißenbacher, geb. 22.4.1886, hieß Wirtspächter vlg Tschmutte in St.Martin am Krappfeld nach Krasta zutändig ehelicher Sohn des bereits verstorbenen Willibald Weißenbacher, Besitzer der vlg Schmuttehube und Gastwirt in St.Martin/Kr. und dessen noch lebende Eheweib Franziska geb. Tschernigg, Inwohnerin beim vlg Krainer in St. Klementen – die Braut hieß Katharina Rattenberger geboren 23.4.1890 Besitzerstochter vlg Kollmann amRattenberg, Pfarre Klein St Paul gebürtig, eheliche Tochter der noch lebenden Eheleute Isidor Rattenberger vlg Kollmann Nr 3 am Rattenberg und der Anna geborene Rauchenwald Trauzeugen sind Jakob Rauchenwald, Lokomotivheizer und Andreas Hambrusch, Hausbesitzer und Gastwirt in St.Veit/Glan vertreten durch Karl Köstinger, Fuchssohn in St Martin/K Der Vater der Braut gibt hiermit seine Einwilligung zur Heirat (noch nicht 24 Jahre voll) Zeuge dessen u.a. Josef Rattenberg vlg Wendl am Rattenberg.

Was auf den ersten Blick wie eine Doppel-Hochzeit ausschaut ist keine, sondern man sieht eine Kranzel-Jungfrau mit Kranzler (Karl Rattenberger, Bruder der Braut und ein ewiger Junggeselle!)

Interessant wäre die Musikantengruppe bestehend aus Passgeiger, zwei Harmonika-, zwei Klarinetten- und einem Flügelhorn-Spieler. Es müsste sich um eine Kappler Gruppe handeln aber wie hat sie sich genannt? Vielleicht schon Vorläufer der späteren „Wendl Buam“ ?

Geschichteln meines Freundes

Juli 25, 2020 um 13:01 | Veröffentlicht in St.Veit | 2 Kommentare
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Rudolf Zygartowski, am 28. Feb. 2006 im 88. Lebensjahr in St. Veit verstorben, war mir ein sehr guter Freund, ein Kenner des alten St.Veit und ein begnadeter Erzähler obendrein. Gar oft haben wir uns im Cafe am Weyerfeld getroffen. Es war mir leider nicht immer ein Vergnügen, ihm zuzuhören.

Die Kameraden der Feuerwehr trafen sich wieder einmal im Gasthaus Mayer in der Spitalgasse und  Zechner, Fleischhauer-Meister am Platz war darunter. Da wollte er sich großzügig zeigen, nahm einen Zettel, schrieb darauf „7 Paar Frankfurter“ und sandte damit den Jüngsten in seinen Laden. Dieser nicht faul, setzte heimlich vor die 7 eine 1 und die Lieferung fiel dementsprechend stark aus. Als Zechner dessen gewahr wurde, verwünschte er ahnungslos die „blöden Weiber“ seines Hauses……

Mit seiner zweiten Frau – die erste ist ihm mit dem Buchhalter der Fa. Klimbacher beizeiten getürmt – hatte der cholerische Fleischermeister unzählige Auseinander- Setzungen. Selbst neben Kundschaft im Geschäft tat er sich nichts an.

Eines Tages stülpte er seiner Ehefrau im Zorn einen vollen Fett- oder anderen Blechtopf übers Haupt, der sich zum Schreck so verkeilte, dass er nicht mehr herunter wollte. Sie musste in ihrer Not quer über den Hauptplatz zum Meister Zedischnig, der ihr den unpassenden Kopfschmuck mit einer Blechschere und viel Mühe abnehmen konnte.

Ein andermal hatte Zechner im Gurktal zu tun. Ein wenig Alkohol im Blut war damals noch kaum mit all zu großen Risiken verbunden. Erstens, waren die Straßen weniger befahren und ums andere, die Gendarmen noch in keiner Weise geschult oder ausgerüstet. Jedenfalls in Mellach war es, dort wo die Straße die Gurktalbahn übersetzte, als sich Zechner mit seinem Lieferauto plötzlich sehr über die holprige Straße wunderte. Das ganze Vehikel hüpfte und polterte……  Der Grund, er fuhr nicht mehr die Straße, sondern den Bahnkörper entlang.

Rudis Bruder Walter, ist beim Vormarsch nahe Lemberg auf tragische Weise 1941 „gefallen“ – Abgeschossene russische Panzer standen in großer Zahl links und rechts der Vormarsch-Piste. Da kam ein deutscher Soldat auf die Idee, einen Panzer zu besteigen. Er hantierte leichtsinnig am Geschütz und löste einen Schuss aus, was einen sogenannten Rohrkrepierer  zur Folge hatte……

Rudolf war zu jener Zeit in Norwegen und traf ganz unerwartet seinen Bruder Reini, ebenfalls Soldat, der sagte ihm, er hätte von einem St.Veiter Kameraden gehört, dass ein St.Veiter Fahrlehrer in Russland „gefallen“ sei.   „wird ja wohl nicht unser Bruder sein“ „es gibt ja auch noch andere Fahrlehrer….“ – Doch es war unser Bruder!

Im August 2003 – rund drei Jahre vor seinem Ableben –  war Rudi im Krankenhaus und ich zu Besuch bei ihm, da erzählte er mir vom Peppo Kleinszig, dem Herrn auf Taggenbrunn und dass dieser mit Karl Funder von Mölbling gerne beim Schubernig in St.Veit das Kartenspiel pflegte. Eines Tages gerieten die beiden wegen angeblichen Falschspiel in Streit, was damit endete, dass Funder dem Kleinszig eine Orfeige verpasste. Um eventuellen Weiterungen aus dem Wege zu gehen, griff Funder schlussendlich großzügig in seine Brieftasche. Alles war wieder in Ordnung und Kleinszig (der kurzfristige Bezirkshauptmann von 1934!) inzwischen wieder heimgekehrt, erzählte seiner Eheliebsten vom Vorgang. Ihre Antwort soll gelautet haben: „Nach langer Zeit bringst Du wieder einmal ein selbst verdientes Geld nach Hause“

Eine FN (steht für fabrique national) war ein belgisches Motorrad und Mitte der Dreißiger der Traum vieler junger Männer. Weil aber Peppo Kleinszig Kriegskollege des FN Generalvertreters für Österreich war, vermittelte er Rudis Vater die FN Vertretung für St.Veit, obwohl diese auch Herr Trixner haben wollte. Zygartowski Senior hatte eine Kfz-Werkstätte im Innenhof des Hotels Stern (Fuchspalast) am Platz, wo sich heute die Arbeiterkammer befindet. Die ersten Modelle dieser Maschine kauften Jungschlossherr Kajetan Wutte von Lebmach und der alte Miklautschitsch (Vater des Mothe). Letzterer hatte die Verwaltung des Städtischen Sandgrube, nahe der Klimbacher Kurve, inne. Er ließ den Mothe arbeiten, jagte selbst aber seinem Vergnügen nach. Er stammte übrigens aus Slowenien.                                                                                                                                 Dem Wutte bekam das neue Motorrad gar nicht gut! Als er nämlich bald an seinem privaten Geld-  sprich Darlehensgeber, August Voraberger, vorbei prasselte, war letzterer mit der Geldverwendung nicht einverstanden und forderte das Darlehen vorzeitig zurück. Banken und Sparkassen waren damals unfähig Geld zu verleihen. Das trieb Wutte dann in die Arme eines Wieners namens Neumann (später Newman in Amerika!) mit sehr bösen Folgen!

Noch viele Geschichten hätte Rudi auf Lager gehabt, doch wollen wir mit einer solchen aus näherer Zeit schließen, sie handelt von Major F.X.Kohla dem Landesfeuerwehrkommandanten von Kärnten. Zugetragen hat sich dies 1945 nach Kriegsende, als Tito-Partisanen das Sagen zu haben glaubten in Kärnten. Vier Jugoslawen erschienen in Kohlas Wohnung und es ergab sich der folgende Wortwechsel. „Sind Sie Major Kohla?“ „Ja, und wer bist Du und von wo bist Du? immer noch Kohla „Dann bist Du dort der Feuerwehrkommandant gewesen!“ „Ja, das war ich“ „Dann musst Du mich ja kennen“ Darauf salutierte der Partisan, zog mit seinen Begleitern ab und ward nicht mehr gesehen.

 

 

 

 

 

R ü c k m e l d u n g

Juli 24, 2020 um 16:30 | Veröffentlicht in St.Veit | Hinterlasse einen Kommentar

An meine Freunde und Follower von altstveit!

Ja es gab einen Blackout für ein Jahr, bedingt durch meinen Aufenthalt über Wochen und Monate in der Onkologie des Klinikums Klagenfurt und im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in St. Veit/Glan . Je ein Tumor im Hals und in der Nasenhöhle war erst einmal durch Chemo Therapie – glücklicherweise recht erfolgreich – zu bekämpfen.

Auf vorangegangenen Kräfteabbau/Gewichtsverlust durch Schluckbeschwerden, Geschmack- und Appetitlosigkeit, Atemnot etc. fand zum Glück Herr Dr. Rettl von HNO/Onkologie die richtige Stelle für den entscheidenden Eingriff.  Sehr langsam ging es danach wieder bergauf…..

Inzwischen hatte mich Google aus dem System geworfen. Mein Blog Zugriff war weg und auch mein A1 B free samt Guthaben. Bis alles wieder in Ordnung kam, hat es gedauert. Ein Neuanfang kann natürlich nicht im alten Umfang, sondern nur noch deutlich reduziert geschehen. Auch kann es keine Zeitungsberichte mehr geben, weil die Firma Knapp eine neue Blattlinie verfolgt, Berichte für ganz Kärnten – worum ich gebeten wurde – ich mir mangels Kraft und Gelegenheit zur Forschung nicht mehr antun wollte und konnte. Ein paar Schnäppchen zum Thema Stadt St. Veit sollten aber vielleicht doch noch drin sein, sehen wir einmal. Ich hab schließlich lang genug bisher nicht zur Veröffentlichung Gekommenes im PC gesammelt.

Auch hab ich mich ganz bewusst von meinen historischen Behelfen getrennt, wie Carinthia Bände, Documenta, Bibliografie Kärntens, Landsmannschaft Hefte  etc. Das alles wurde dem Stadtarchiv zum Geschenk gemacht in der Hoffnung, es würde sich wieder einmal jemand finden und die Dinge auf seine Art fortsetzen. Ich bedanke mich in diesem Zusammenhang ausdrücklich und in aller Form bei Herrn Martin Kulmer, dem neuen Bürgermeister unserer Stadt, der sich für Belange der Stadtgeschichte höchst interessiert und kooperativ gezeigt hat. Mehr kann man sich an der Spitze unserer Stadtverwaltung als geschichts- und kulturbeflissener Bürger nicht wünschen.

 

 

 

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