Hofspital in St.Veit

März 27, 2021 um 14:29 | Veröffentlicht in St.Veit | Hinterlasse einen Kommentar

Der Plan zeigt die Situation des Bürgerspitals und des ehem. Klarissenklosters mit Klosterkirche.

Das folgende habe ich im Kärntner Landesarchiv gefunden:

Bericht 16.11.1582 an Herrn Hansen von Baseyo zu Praunsberg

  von Hans Vischer, Spitalmeister des fürstlichen Hofspital zu S. Veit Pfründ Personen und ander Gelegenheiten halber, aller Sach Beschaffenheit folgenden Bericht

Wohlgedachtes Hofspitals Instruction vermag fünfzehn arme Personen gebührlich zu unterhalten, welche Zahl wir aus beiliegend Verzeichniszettl zu vernehmen albereit erfüllt.

Hofspitals jährliches Einkommen tuat sumariter in Geld einhundertsechzig Gulden, in Getraid

Weizen 47 Vierling, Roggenkorn 110 Vierling, Gersten 14 Vierling, Haber 266 Vierling.

Das Getreid, sonderlich was Zehent ist wird zum Teil nach altem Herkommen mit Geld bezahlt

Hofspitals Mayerschaft hat ungefähr Baufeld in 15 Stucken soviel man mit einem Zug bauen mag zwanzig Tag, jährlich auf den Wiesen fünfzig Fuder Heu zu führen, die Gemeinhalt ist gar schlecht, das Holz ist dermaßen weit gelegen, daß man einen Tag nicht mehr als eine Fuhre tun kann, Winters zeit sollen 6 Stätten Feuer gehalten werden.

Zu solcher Meyerschaft muß man zum wenigsten haben einen Roß-Zug und 2 Ochsen-Zug, 10 Kühe und allerlei Vieh die Notdurft Mayervolk (außer der Roboter und Tagwerker, deren auch viel sein müssen) vier Knecht, vier Hälterlan, vier Dirnen und sonst für die Pfründ und das gemeine Haushalten fünf Dienstboten, also daß allenthalben über 20 ordinary Dienstboten sein sollen      ———–  im übrigen, schon vom Vorgänger her stark verschuldet!!!!!

1584 kommt es zu einer kommissarischen Prüfung der Spitalsverwaltung…Ergebnis????

Das weitere Geschehen kurz berichtet: Die Idee ein Hofspital zu gründen wurde bald verworfen. Statt dessen wünschte man von Seiten der Stadt ein eigenes Priesterseminar. Dazu wären die Jesuiten bereit und in der Lage gewesen. Sie entschieden sich jedoch für eine höhere Schule in Klagenfurt, wozu es auch gekommen ist.

Doch auch die Jesuiten konnten nicht weiter machen, weil man sie in Österreich nicht mehr haben wollte. An ihre Stelle traten die Mönche von St. Paul/Lavanttal. Diese wurden folgerichtig auch bald mit der Herrschaft Pörtschach (Wörthersee) ausgestattet, wo die Gründe des ehemaligen Klosters landeten.

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